Stolperstein für Oskar Behrendt

Oskar wurde am 27. August 1902 in Schönebeck im heutigen Sachsen –Anhalt geboren. In welchem Alter er ins Ruhrgebiet kam, ist unbekannt. Aus seiner ersten Ehe brachte er eine Tochter mit in die zweite, die er am 21. Oktober 1927 in Gelsenkirchen mit Erna Frieda Klaiberg einging. Am 6. April 1929 wurde ihr gemeinsamer Sohn Werner geboren, der leider im Jahr 2009 verstorben ist. Oskar und seine Familie lebten in proletarischen Verhältnissen im Ruhrgebiet. Der Alltag der Arbeiterinnen und Arbeiter in der Weimarer Republik war geprägt von Entbehrungen und rechten Anfeindungen, von Repression und Not. Wie viele tausend andere, organisierte sich Oskar Behrendt in KPD und in der Roten Hilfe. Wir dürfen annehmen, dass sein Engagement herausragend war, denn er war gemeinhin bekannt und beliebt. Oskar diente der Bewegung als Chefredakteur des „Ruhr-Echos” und als Bezirkssekretär Ruhr der Roten Hilfe. In Buer, bis zum 1. April 1928 noch eine kreisfreie Stadt, war er als Stadtverordneter für die KPD tätig. Seine Antwort auf das Elend der Krisenjahre hieß Widerstand, seine Antwort auf die dringenden Fragen der Zeit hieß Solidarität. Es darf nicht verwundern, dass Oskar somit zu den erbittertsten Gegnern der Nationalsozialisten wurde. Mit dem Tag der Machtübertragung an die Faschisten war sein Schicksal besiegelt. Als Antifaschist wurde er auf staatsanwaltschaftliche Anordnung am 16. August 1933 gegen 18 Uhr in das Gelsenkirchener Gerichtsgefängnis verbracht. Dort wurde er auf

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